Änderungsvorschlag 2: GEHALTSSPANNE

§3(2) „[…] Insbesondere darf das höchste gezahlte Gehalt für Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder sowie eventuelle Aufwandsentschädigungen für Aufsichtsratsmitglieder, die mindestens ein Jahr bei der Genossenschaft arbeiten, bei gleicher Arbeitszeit nicht mehr als dreimal so hoch sein wie das niedrigste gezahlte Gehalt.“

soll geändert werden in :

§3(2) „[…] Insbesondere darf das höchste gezahlte Gehalt für festangestellte Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, die mindestens ein Jahr bei der Genossenschaft arbeiten, bei gleicher Arbeitszeit nicht mehr als fünfmal so hoch sein wie das niedrigste gezahlte Gehalt. Zusätzliche Sonderzahlungen dürfen pro Jahr nicht mehr als 20% des Jahresgehalts betragen. Eventuelle Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder dürfen das höchste Gehalt nicht überschreiten.“

Begründung: Die bisherige Formulierung ist zu unpräzise und lässt z.B. die Frage der Sonderzahlungen (Prämien etc.) ungeklärt. Die Festlegung der maximalen Gehaltsspanne auf das Dreifache ist langfristig eine zu starke Einschränkung. Insbesondere kann sie zu einer Verhinderung von Neueinstellungen führen und verringert die Möglichkeit, differenzierte Aufstiegschancen im Unternehmen zu gestalten. Sie kann das Unternehmen nachhaltig schwächen. Der Vorschlag zur Änderung auf das Fünffache orientiert sich an der Mondragon Genossenschaft im spanischen Baskenland, die in über 50 Jahren Praxis auf eine Spanne von 1 zu 6 gekommen ist. Bei den Sparda-Banken besteht eine ähnliches Verhältnis zwischen höchstem Gehalt und dem Durchschnittsgehalt. Es geht bei dieser Klausel nicht um eine Festlegung der aktuellen Gehaltsspanne, sondern um den Rahmen, innerhalb sich das Unternehmen zukünftig bewegen kann, wenn es sehr viel größer ist. Aktuell zahlen wir uns ein Einheitsgehalt von 1200 Euro Netto für 32 Stunden.



-> zurück zur Abstimmung